Die skandinavischen Länder kennt man als freundlich, bürgerlich und fortschrittlich. Wer schon einmal Estland, Dänemark, Finnland, Schweden oder Norwegen besucht hat, wird entspannte Menschen kennengelernt haben und Zeuge einer wunderbaren Gastfreundschaft geworden sein.

Ob moderner Rock wie der der Band Turbonegro, stylische Sportklamotten von Aim’n oder lässige Filme eines Anders Thomas Jensen – auch skandinavische Popkultur weiß auf ganzer Länge zu überzeugen. Doch sind die nordischen Weiten auch für Black Metal bekannt, einer Musikrichtung, die weitaus extremer und düsterer ist als die meisten Heavy-Metal-Produktionen. Was bedeutet diese finstere Stilrichtung für den hohen Norden?

Brennende Kirchen und schwarze Kutten

Zwar entwuchs die „Schwarzmetall“-Musik aus dem von Bands wie Metallica und Slayer geprägten Thrashmetal. Doch spätestens Venom konnte 1982 den Namen Black Metal, der für ihr neues Album stand, erfolgreich unter die Fans bringen und eine neue Musikrichtung schaffen. Somit war Black Metal anfangs keine skandinavische Erfindung, sondern eine britische.

Doch der extrem schwere Rhythmus, die kreischenden Stimmen und die Abarbeitung extremer Themen wie Satanismus und gewalttätigem Sex wurde vor allem in Skandinavien weiterentwickelt. Bands wie Bathory und Mayhem verpacken die für das Land typische nordische Mythologie in ein schweres musikalisches Gewand.

Dass hierbei seltsame Vorfälle auftreten, ist kaum verwunderlich. Einige Hörer nahmen die Textinhalte zu ernst und zündeten beispielsweise schwedische Kirchen an.

Doch ist Black Metal nicht zuletzt wegen der unermüdlichen Arbeit skandinavischer Bands nach wie vor sehr beliebt. Bands wie Behemoth, Marduk und Dimmu Borgir rocken als Headliner so manches Rockfestival!

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